Die Angebotszeit ist im Handwerk die teuerste unbezahlte Arbeitszeit. Zwischen Aufmaß und Angebot liegen oft fünf bis zehn Tage. Wer in 24 Stunden liefert, gewinnt spürbar mehr Aufträge, weil der Kunde noch im Entscheidungsmodus ist.
Der Engpass ist selten die Software
Meist fehlt Struktur. Drei Bausteine lösen das Problem:
- Positionsbibliothek: 60 bis 120 wiederkehrende Leistungen mit Zeitansatz, Material und Zuschlag. Damit sind 80 Prozent aller Angebote reine Kombinatorik.
- Aufmaß digital: Fotos, Sprachnotiz und Maße direkt vor Ort erfassen. Eine KI wandelt die Sprachnotiz in strukturierte Positionen um.
- Textbausteine mit KI: Leistungsbeschreibung, Hinweise, Zahlungsbedingungen. Die KI formuliert kundenfreundlich, der Meister prüft.
Kalkulation, die trägt
Automatisieren Sie nicht den Preis, sondern den Weg zum Preis. Hinterlegen Sie Stundenverrechnungssätze pro Gewerk, Materialaufschlag, Anfahrt und Risikoposition. Die Regel: Jede Position hat einen Zeitwert. Ändert sich der Stundensatz, ändern sich alle Angebote automatisch.
Nachfassen gehört zur Automatisierung
- Tag 3: freundliche Erinnerung mit Angebot als PDF
- Tag 7: kurzer Anruf oder WhatsApp
- Tag 14: Alternative anbieten, etwa eine kleinere Ausbaustufe
Allein die automatische Nachfassstrecke hebt die Abschlussquote in vielen Betrieben um mehrere Prozentpunkte, weil Angebote sonst schlicht liegen bleiben.
Was Sie messen sollten
- Zeit von Anfrage bis Angebot in Stunden
- Angebotsquote und Abschlussquote pro Gewerk
- Durchschnittlicher Auftragswert und Nachtragsanteil
Häufige Fragen
Ersetzt KI den Kalkulator? Nein. Sie ersetzt Tippen, Suchen und Formulieren. Die Verantwortung für Preise bleibt im Betrieb.
Was, wenn wir noch mit Excel arbeiten? Excel ist ein guter Start für die Positionsbibliothek. Wichtig ist die Struktur, nicht das Werkzeug.
Erster Schritt: Nehmen Sie die letzten zehn Angebote und markieren Sie alle Positionen, die mehrfach vorkommen. Das ist Ihre Bibliothek.
